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<title>Sitzkrieg</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Sitzkrieg</span></h1>
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<p>Als <b>Sitzkrieg</b>, früher auch <i>Seltsamer Krieg</i> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">französisch</a></span> <span lang="fr-Latn" style="font-style:italic">Drôle de guerre</span> <span lang="de" style="font-style:normal;font-weight:normal">‚komischer, seltsamer Krieg‘</span>; <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englisch</a></span> <span lang="en-Latn" style="font-style:italic">Phoney War</span> <span lang="de" style="font-style:normal;font-weight:normal">‚unechter, vorgetäuschter Krieg‘</span>), wird der Zustand an der Westfront des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieges</a> zwischen der <a href="Kriegserkl%C3%A4rung" title="Kriegserklärung">Kriegserklärung</a> <a href="Vereinigtes_K%C3%B6nigreich" title="Vereinigtes Königreich">Großbritanniens</a> und <a href="Dritte_Franz%C3%B6sische_Republik" title="Dritte Französische Republik">Frankreichs</a> an das <a href="NS-Staat" title="NS-Staat">Deutsche Reich</a> am 3. September 1939 infolge des deutschen <a href="%C3%9Cberfall_auf_Polen" title="Überfall auf Polen">Überfalls auf Polen</a> und dem Beginn des deutschen <a href="Westfeldzug" title="Westfeldzug">Westfeldzugs</a> am 10. Mai 1940 beschrieben, in dem beide Seiten militärisch weitgehend passiv blieben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Im am 19. Mai 1939 von <a href="Maurice_Gamelin" title="Maurice Gamelin">Maurice Gamelin</a> und <a href="Tadeusz_Kasprzycki" title="Tadeusz Kasprzycki">Tadeusz Kasprzycki</a> unterzeichneten französisch-polnischen Militärabkommen verpflichtete sich Frankreich im Fall eines deutsch-polnischen Kriegs zu drei taktischen Aktionen:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„1. Frankreich führt sofort eine Luftaktion nach einem im voraus festgelegten Plan durch. <br> 2. Sobald ein Teil der französischen Truppen bereit ist (etwa am dritten Tag) wird Frankreich fortschreitend Offensivaktionen mit begrenzten Zielen auslösen. <br> 3. Sobald sich die Hauptanstrengung Deutschlands gegen Polen richten sollte, würde Frankreich (vom fünfzehnten Tage an) mit dem Gros seiner Truppen eine Offensivaktion gegen Deutschland beginnen.“<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Der Sitzkrieg ist auf verschiedene Ursachen zurückzuführen, nicht zuletzt auf das Fehlen einer gemeinsamen alliierten Strategie. Frankreich verfügte zwar über ein mehrere Millionen Mann starkes Heer, dieses war aber kaum auf das Führen eines Offensivkrieges vorbereitet. Stattdessen sah die französische Militärdoktrin für den Fall eines Krieges mit Deutschland primär eine auf die <a href="Maginot-Linie" title="Maginot-Linie">Maginot-Linie</a> gestützte Verteidigung vor. Ein Übergang zur Offensive war danach frühestens für das Jahr 1941 vorgesehen.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Mit Aussicht auf Erfolg hätte ein Einmarsch in Deutschland ohnehin kaum ohne die Verletzung der Neutralität <a href="Belgien" title="Belgien">Belgiens</a> durchgeführt werden können, was aus politischen Gründen nicht infrage kam. Der deutsche <a href="Westwall" title="Westwall">Westwall</a> wurde vom französischen Oberkommando als stark genug eingeschätzt, von den wenigen dort eingesetzten deutschen Divisionen der <a href="Heeresgruppe_C" title="Heeresgruppe C">Heeresgruppe C</a> auch gegen eine deutliche französische Übermacht über längere Zeit gehalten zu werden. Tatsächlich schätzte man auf der deutschen Seite die Lage genau andersherum ein, der deutsche Befehlshaber an der Westfront erhielt von einem seiner Generäle die Einschätzung, dass die Wehrmacht den Franzosen nicht einmal einen Tag widerstehen könnte.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch französische Luftangriffe auf Deutschland wurden verworfen, da man mit starken Vergeltungsangriffen der <a href="Luftwaffe_(Wehrmacht)" title="Luftwaffe (Wehrmacht)">Luftwaffe</a> rechnete, die die im Osten des Landes konzentrierte französische Flugzeugindustrie stark hätten beeinträchtigen können.
</p><p>Auf alliierter Seite fehlte nicht nur eine gemeinsame Strategie, ungelöst war auch die Frage, wie Luxemburg, Belgien, Niederlande und die Schweiz in eine solche einbezogen werden können. Für die Regierungen dieser Länder war dies ein Drahtseilakt. Denn bei allen Maßnahmen, die zum Schutz des eigenen Landes zu treffen waren, galt es immer auch, durch diese nicht die eigene Neutralität in Frage zu stellen und keinen Vorwand für eine militärische Intervention Deutschlands zu liefern.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Von ostdeutschen Historikern der <a href="Deutsche_Demokratische_Republik" title="Deutsche Demokratische Republik">DDR</a> wurde der Sitzkrieg dagegen als Fortsetzung der <a href="Appeasement-Politik" title="Appeasement-Politik">Appeasement-Politik</a> interpretiert, mit der ihrer Ansicht nach die deutsche Aggression doch noch gegen die Sowjetunion gelenkt werden sollte.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auf deutscher Seite galt ein <a href="F%C3%BChrerbefehl" class="mw-redirect" title="Führerbefehl">Führerbefehl</a> <a href="Adolf_Hitler" title="Adolf Hitler">Adolf Hitlers</a> vom 31. August 1939:<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Im Westen kommt es darauf an, die Verantwortung für die Eröffnung von Feindseligkeiten eindeutig England und Frankreich zu überlassen. Geringfügigen Grenzverletzungen ist zunächst rein örtlich entgegenzutreten. Die deutsche Westgrenze ist an keiner Stelle ohne meine ausdrückliche Genehmigung zu überschreiten.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Saar-Offensive">Saar-Offensive</h3></div>
<p>Um den Verpflichtungen des <a href="Britisch-franz%C3%B6sische_Garantieerkl%C3%A4rung" title="Britisch-französische Garantieerklärung">französisch-polnischen Beistandspakts</a> vom Mai 1939 Genüge zu tun, befahl der französische Generalstab die „Opération Sarre“ (oft auch <i>Offensive de la Sarre</i> genannt). Französische Truppen überschritten am 9. September die deutsche Grenze. Truppen der Wehrmacht leisteten befehlsgemäß keinen wesentlichen Widerstand (Deutschland wollte einen <a href="Zweifrontenkrieg" title="Zweifrontenkrieg">Zweifrontenkrieg</a> vermeiden). Zu Gefechten kam es im Abschnitt zwischen Saarbrücken und dem <a href="Pf%C3%A4lzerwald" title="Pfälzerwald">Pfälzerwald</a>, wo der Schwerpunkt der Offensive lag.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Am 12. September standen die Truppen bis zu acht Kilometer auf deutschem Gebiet, wobei sie zwölf deutsche Ortschaften entlang der geräumten Grenzzone im <a href="Saargebiet" title="Saargebiet">Saargebiet</a> vor dem Westwall besetzten. Die begrenzte Offensive hatte lediglich die Feststellung der Stärke der Verteidigungsanlagen des Westwalls zum Ziel.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Am 21. September befahl General <a href="Maurice_Gamelin" title="Maurice Gamelin">Maurice Gamelin</a>, die Truppen wieder auf ihre Ausgangsstellungen an der <a href="Maginot-Linie" title="Maginot-Linie">Maginot-Linie</a> zurückzuziehen. Am 17. Oktober verließen die letzten französischen Truppen deutsches Gebiet. Frankreich hatte bei der Offensive insgesamt etwa 2.000 Soldaten durch Tod, Verwundung oder Krankheit verloren.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Einige französische Generäle wie z. B. <a href="Henri_Giraud" title="Henri Giraud">Henri Giraud</a> waren mit dem Rückzug nicht einverstanden und sahen eine ungenutzte Gelegenheit.
</p><p>Eine wirksame Entlastung des polnischen Verbündeten oder gar eine Verhinderung der polnischen Niederlage war auf diese Weise nicht zu erreichen. Dieses zögerliche Verhalten der alliierten Führung geht auf das Bemühen zurück, trotz des <a href="Deutsch-sowjetischer_Nichtangriffspakt" title="Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt">Hitler-Stalin-Paktes</a> nicht gänzlich mit der Sowjetunion zu brechen, die am 17. September ihre <a href="Sowjetische_Besetzung_Ostpolens" title="Sowjetische Besetzung Ostpolens">Besetzung Ostpolens</a> begonnen hatte. Die Reaktion der Westmächte hierauf blieb verhalten, die vor dem Krieg abgeschlossenen Bündnisverträge Frankreichs und Großbritanniens mit Polen bezogen sich ausdrücklich nur auf den Kriegsgegner Deutschland. Winston Churchill, damals noch Marineminister, äußerte am 1. Oktober, wenige Tage nach dem <a href="Schlacht_um_Warschau_(1939)" title="Schlacht um Warschau (1939)">Fall Warschaus</a>, in einer Radioansprache:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote lang="en" style="margin:0;">
<p>“[…] We could have wished that the Russian armies should be standing on their present line as the friends and allies of Poland instead of as invaders. But that the Russian armies should stand on this line was clearly necessary for the safety of Russia against the Nazi menace. At any rate, the line is there, and an Eastern front has been created which Nazi Germany does not dare assail. When Herr von Ribbentrop was summoned to Moscow last week it was to learn the fact, and to accept the fact, that the Nazi designs upon the Baltic States and upon the Ukraine must come to a dead stop.”
</p>
</blockquote>
<blockquote style="margin:.5em 0 0 0;" lang="de-Latn">
<p>„Wir hätten hoffen können, dass die russischen Streitkräfte als Freunde und Verbündete Polens statt als Angreifer an der derzeitigen Grenzlinie stehen würden. Doch dass die russischen Armeen an dieser Grenze stehen würden, war für die Sicherheit Russlands gegenüber der nationalsozialistischen Bedrohung eindeutig erforderlich. Wie dem auch sei, die Grenze existiert, und eine <a href="Deutsch-Sowjetischer_Krieg" title="Deutsch-Sowjetischer Krieg">Ostfront</a> ist geschaffen worden, welche Nazideutschland nicht zu erstürmen wagt. Als <a href="Joachim_von_Ribbentrop" title="Joachim von Ribbentrop">Herr von Ribbentrop</a> letzte Woche nach Moskau bestellt wurde, war es, um die Tatsache zu erfahren und zu akzeptieren, dass die Pläne des <a href="NS-Regime" class="mw-redirect" title="NS-Regime">NS-Regimes</a> bezüglich der baltischen Staaten und der Ukraine zu einem Stillstand kommen müssen.“<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote></div></div>
<p>Polen war Anfang Oktober 1939 besiegt; anschließend verlegte die Wehrmacht in großem Umfang Soldaten und Waffen an die <a href="Westwall" title="Westwall">Westfront</a> (zurück). Die <a href="1._Armee_(Wehrmacht)" title="1. Armee (Wehrmacht)">1. Armee</a>, kommandiert von <a href="Erwin_von_Witzleben" title="Erwin von Witzleben">Erwin von Witzleben</a> (1881–1944), führte vom 16. bis zum 24. Oktober eine Gegenoffensive. Sie besetzte einige Quadratkilometer französischen Territoriums; dabei gab es auf deutscher Seite 196 Tote, 356 Verwundete und elf zerstörte Flugzeuge. Dann begann eine Waffenruhe, die bis zum Beginn des <a href="Westfeldzug" title="Westfeldzug">Westfeldzugs</a> am 10. Mai 1940 währte. Der Winter 1939/40 war lang und sehr kalt; der Angriffstermin wurde <a href="Ansprache_Hitlers_vor_den_Oberbefehlshabern_am_23._November_1939" title="Ansprache Hitlers vor den Oberbefehlshabern am 23. November 1939">29-mal verschoben</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nach_dem_Überfall_auf_Polen"><span id="Nach_dem_.C3.9Cberfall_auf_Polen"></span>Nach dem Überfall auf Polen</h3></div>
<p>Als die französische Mobilmachung Mitte September 1939 abgeschlossen war, war Polen nahezu besiegt. Sowjetische Truppen hatten mit der <a href="Sowjetische_Besetzung_Ostpolens" title="Sowjetische Besetzung Ostpolens">Besetzung Ostpolens</a> begonnen, was die politische Situation noch schwieriger gestaltete.
</p><p>Nicht wenige Politiker begannen nun auf eine politische Lösung des Konflikts zu setzen, insbesondere nach dem Friedensangebot Hitlers an die Westmächte am 6. Oktober. Ein Angebot der Niederlande und Belgiens zur Friedensvermittlung an die Staatsoberhäupter Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands vom November 1939 wurde von Großbritannien und Frankreich zurückgewiesen; diese forderten als Grundlage für Friedensverhandlungen über die Wiederherstellung der Tschechoslowakei und Polens hinaus auch die Österreichs.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Einsatzbereitschaft des anfangs lediglich vier Divisionen umfassenden <a href="British_Expeditionary_Force" title="British Expeditionary Force">britischen Expeditionskorps</a> wurde sogar erst Mitte Oktober hergestellt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Verlegung der Masse des deutschen Heeres nach Westen längst begonnen. Die Alliierten richteten sich daher an der Maginot-Linie zur Verteidigung ein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Entwicklungen_September_1939_bis_Mai_1940">Entwicklungen September 1939 bis Mai 1940</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Planung_des_„Fall_Gelb“"><span id="Planung_des_.E2.80.9EFall_Gelb.E2.80.9C"></span>Planung des „Fall Gelb“</h4></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="%C3%9Cberfall_auf_die_Niederlande%2C_Belgien_und_Luxemburg" title="Überfall auf die Niederlande, Belgien und Luxemburg">Überfall auf die Niederlande, Belgien und Luxemburg</a></div>
<p>Die Entscheidung, Frankreich noch 1939 anzugreifen, war gefallen, noch ehe der „<a href="%C3%9Cberfall_auf_Polen" title="Überfall auf Polen">Fall Weiß</a>“ vollständig beendet und <a href="Warschau" title="Warschau">Warschau</a> gefallen war. Am 9. Oktober 1939 wurde „<a href="Weisungen_f%C3%BCr_die_Kriegf%C3%BChrung#Nr._6" title="Weisungen für die Kriegführung">Weisung Nr. 6</a>“ herausgegeben, welche die Grundzüge der Operationen im Westen festlegte, bevor die Alliierten am 10./12. Oktober 1939 das deutsche Friedensangebot vom 6. Oktober 1939 abgelehnt hatten. Der erste Angriffsplan wurde am 19. Oktober 1939 vom <a href="Generalstab" title="Generalstab">Generalstab</a> des Heeres unter <a href="Generaloberst" title="Generaloberst">Generaloberst</a> <a href="Franz_Halder" title="Franz Halder">Franz Halder</a> fertiggestellt und ähnelte stark dem „<a href="Schlieffenplan" class="mw-redirect" title="Schlieffenplan">Schlieffenplan</a>“ mit Schwerpunktbildung auf dem rechten Flügel.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Verletzung der belgischen und niederländischen Neutralität wurde mit Hinblick auf erforderliche Operationsbasen für Marine und Luftwaffe gegen Großbritannien, wie im <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkrieg</a>, von vornherein eingeplant.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zum Entsetzen der Generalität des <a href="Oberkommando_des_Heeres" title="Oberkommando des Heeres">Oberkommandos des Heeres</a> (OKH) unter <a href="Walther_von_Brauchitsch" title="Walther von Brauchitsch">Walther von Brauchitsch</a> wurde aus der Vermutung mit Befehl vom 31. Oktober 1939 Gewissheit: der Angriff wurde trotz massiver Bedenken des <a href="Oberkommando_der_Wehrmacht" title="Oberkommando der Wehrmacht">Oberkommandos der Wehrmacht</a> (OKW) bezüglich Kampfstärke und Munitionsversorgung der <a href="Wehrmacht" title="Wehrmacht">Wehrmacht</a> auf den 12. November 1939 eine Viertelstunde vor Sonnenaufgang festgesetzt.
</p><p>Durch eine Auseinandersetzung zwischen Adolf Hitler und Walther von Brauchitsch über die Leistungsfähigkeit der Wehrmacht am 5. November 1939 vergaß „der Führer“ nach einem Wutanfall, den Angriffsbefehl zu bestätigen.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Obwohl der Befehl, nachdem sich Hitler wieder beruhigt hatte, nicht aufgehoben wurde, verhinderte im weiteren Verlauf des Herbstes extrem schlechtes Wetter den Beginn der Offensive. Heftige Regenfälle und Winde verboten den Einsatz der Luftwaffe, welcher der entscheidende Faktor für die neue Taktik der Wehrmacht im <a href="Gefecht_der_verbundenen_Waffen" title="Gefecht der verbundenen Waffen">Zusammenspiel von Panzern und Flugzeugen</a> war. Während dieser erzwungenen Pause entstand in mehreren Schritten der „<a href="Sichelschnittplan" title="Sichelschnittplan">Sichelschnittplan</a>“, welcher auf einer Idee des Generals der Infanterie <a href="Erich_von_Manstein" title="Erich von Manstein">Erich von Manstein</a> basiert. Aber auch Hitler war mit den bis dato entwickelten Plänen unzufrieden und tendierte zu einer Schwerpunktbildung im Zentrum.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach der „<a href="Mechelen-Zwischenfall" title="Mechelen-Zwischenfall">Affäre Mechelen</a>“ am 10. Januar 1940 musste das OKW davon ausgehen, dass die Alliierten über die deutschen Angriffspläne im Bilde waren und das Überraschungsmoment vertan war. Am 17. Februar 1940 kam es zu einer ersten Zusammenkunft zwischen von Manstein und Hitler in der <a href="Neue_Reichskanzlei" title="Neue Reichskanzlei">Neuen Reichskanzlei</a> im Rahmen einer Kommandeurstagung. Danach wurden der risikoreiche „<a href="Schlacht_bei_Sedan_(1940)" title="Schlacht bei Sedan (1940)">Plan Sedan</a>“, sowie Ablenkungsmanöver und Angriffe auf Schlüsselstellungen in Belgien und den <a href="Niederlande" title="Niederlande">Niederlanden</a> entwickelt. Bei diesen sollte u. a. die neue <a href="Fallschirmj%C3%A4ger" title="Fallschirmjäger">Fallschirmjägerwaffe</a> eingesetzt werden, z. B. um das <a href="Fort_Eben-Emael" title="Fort Eben-Emael">Fort Eben-Emael</a> mittels Sprengung durch neu entwickelte <a href="Hohlladung" title="Hohlladung">Hohlladungen</a> einzunehmen. Nach einem letzten Aufschub zwei Tage zuvor wurde der Angriffsbefehl für den folgenden Tag am 9. Mai 1940 bestätigt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Planungen_der_Alliierten">Planungen der Alliierten</h4></div>
<p>Die Alliierten hatten zwei Schwachpunkte: zum einen die dezentrale Kommandostruktur der französischen Armee, zum anderen das Fehlen einheitlicher Planung und Koordination der Kräfte im Vorfeld der Konfrontation.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Frankreichs Planungen waren rein defensiv und auf die <a href="Maginot-Linie" title="Maginot-Linie">Maginot-Linie</a> ausgerichtet.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Großbritannien sandte gemäß seiner Beistandsverpflichtung ein Expeditionskorps, die „British Expeditionary Force“ (BEF), unter <a href="Generalfeldmarschall" title="Generalfeldmarschall">Field Marshal</a> <a href="John_Vereker%2C_6._Viscount_Gort" title="John Vereker, 6. Viscount Gort">Lord Gort</a>, um die französischen Truppen zu unterstützen. Dieser ordnete sich zwar militärisch dem französischen Oberkommando unter, erhielt aber politisch weiterhin Anweisungen aus London.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Belgien verweigerte unter Hinweis auf seine <a href="Neutralit%C3%A4t_(Internationale_Politik)" class="mw-redirect" title="Neutralität (Internationale Politik)">Neutralität</a> / <a href="Staatliche_Unabh%C3%A4ngigkeit" title="Staatliche Unabhängigkeit">Unabhängigkeit</a> eine gemeinsame Planung und richtete sich defensiv zur Verteidigung seiner Grenzen ein.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die neutralen Niederlande beschränkten sich mangels Truppen auf die Verteidigung der wichtigsten Landesteile („<a href="Festung_Holland" title="Festung Holland">Festung Holland</a>“) und rechneten nicht mit einem Angriff.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 24. Oktober 1939 beschloss das französische Oberkommando, Vorkehrungen für den Fall eines deutschen Angriffs auf Belgien zu treffen. Nach „Plan Escaut“<sup id="cite_ref-Raymond_Cartier_S.94_22-0" class="reference"><a href="#cite_note-Raymond_Cartier_S.94-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sollten Truppen bis an die <a href="Schelde" title="Schelde">Schelde</a> nahe der französischen Grenze vorverlegt werden, um die deutschen Truppen von dieser fernzuhalten. Dazu wurden motorisierte Verbände an die belgische Grenze verlegt. Nachdem der deutsche Angriff auf sich warten ließ und die belgischen Verteidigungsmaßnahmen konkrete Formen annahmen, wurde der Plan erweitert und die Möglichkeit einer Verteidigung des <a href="Albert-Kanal" title="Albert-Kanal">Albert-Kanals</a> nahe der deutschen Grenze geprüft. Schließlich einigte man sich mit Entwurf vom 5. und „<a href="Weisungen_f%C3%BCr_die_Kriegf%C3%BChrung#Nr._8" title="Weisungen für die Kriegführung">Weisung Nr. 8</a>“ vom 15. November 1939 auf eine Zwischenlösung „Plan Dijele“,<sup id="cite_ref-Raymond_Cartier_S.94_22-1" class="reference"><a href="#cite_note-Raymond_Cartier_S.94-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> welcher <a href="Br%C3%BCssel" title="Brüssel">Brüssel</a> sichern und die Anmarschwege verkürzen würde. Die Instruktion vom 14. November 1939 sah vor, Holland im Falle eines deutschen Angriffs ebenfalls zu unterstützen, wofür Teile der motorisierten Verbände eingeplant wurden („Plan Breda“).<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die belgische Regierung wurde über die alliierten Pläne in Kenntnis gesetzt, bat aber auch nach der „Affäre Mechelen“ vom 10. Januar 1940 nicht um militärischen Beistand. Stattdessen informierte der belgische Militärattaché General Delvoie in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar 1940 den französischen Generalissimus <a href="Maurice_Gamelin" title="Maurice Gamelin">Maurice Gamelin</a> über einen für den Folgetag mit Sicherheit bevorstehenden Angriff.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die durchbrochene Geheimhaltung und einsetzende starke Schneefälle verhinderten tatsächlich einen zwischenzeitlich für den 17. Januar 1940 von Hitler befohlenen Angriff. Nach Ausbleiben der Offensive wurden die alliierten Truppen in die Winterquartiere befohlen.
</p><p>Durch den erzwungenen Stillstand und mangels strategischer Optionen an dieser Front wurden weitere Planungen zu Gunsten eines eventuellen Einsatzes in Norwegen und Schweden zurückgestellt. Eine Verminung des <a href="Rhein" title="Rhein">Rheins</a> mit Treibminen durch die <a href="Royal_Air_Force" title="Royal Air Force">Royal Air Force</a> (RAF) (Plan „Royal Marines“<sup id="cite_ref-Raymond_Cartier_S.78_25-0" class="reference"><a href="#cite_note-Raymond_Cartier_S.78-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) und Bombardierung deutscher Rüstungsbetriebe wurde nach langen Diskussionen verworfen, da Vergeltungsaktionen auf französische Städte befürchtet wurden. Stattdessen plante man die Verminung norwegischer Gewässer („<a href="Operation_Wilfred" title="Operation Wilfred">Operation Wilfred</a>“) im Rahmen der alliierten Invasion Norwegens („<a href="Plan_R_4" title="Plan R 4">Plan R 4</a>“). Dieser kam die Wehrmacht mit „<a href="Unternehmen_Weser%C3%BCbung" title="Unternehmen Weserübung">Unternehmen Weserübung</a>“ nur um Stunden zuvor, während sich britische Truppen bereits in <a href="Rosyth" title="Rosyth">Rosyth</a> einschifften.<sup id="cite_ref-Raymond_Cartier_S.78_25-1" class="reference"><a href="#cite_note-Raymond_Cartier_S.78-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Truppenkonzentration_an_der_Grenze">Truppenkonzentration an der Grenze</h4></div>
<p>Zu Beginn der Auseinandersetzung hatte Frankreich nach unterschiedlichen Angaben zwischen 101<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und 108<sup id="cite_ref-Raymond_Cartier_S.53_27-0" class="reference"><a href="#cite_note-Raymond_Cartier_S.53-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Division_(Milit%C3%A4r)" title="Division (Militär)">Divisionen</a> (inklusive Festungsverbände) sowie zahlreiche Sondereinheiten und Dienstleistungsabteilungen aufgestellt. Davon waren fünf Kavalleriedivisionen (DC)<sup id="cite_ref-Raymond_Cartier_S.53_27-1" class="reference"><a href="#cite_note-Raymond_Cartier_S.53-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder „Leichte Kavalleriedivisionen“ (DCL)<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und zwei<sup id="cite_ref-Raymond_Cartier_S.53_27-2" class="reference"><a href="#cite_note-Raymond_Cartier_S.53-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder drei<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> „Leichte motorisierte Divisionen“ (DLM) zur Aufklärung, sowie zehn motorisierte Infanteriedivisionen.<sup id="cite_ref-John_Keegan_S.99_30-0" class="reference"><a href="#cite_note-John_Keegan_S.99-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bis auf die mobilen Einheiten wurden die meisten Divisionen passiv zur Sicherung der „Maginot-Linie“ eingesetzt, was zu stellenweise widersinnigen Verteilungen führte. So standen z. B. im Mai 1940 im <a href="Elsass" title="Elsass">Elsass</a> und in <a href="Lothringen" title="Lothringen">Lothringen</a> 40 französische Divisionen der <a href="3e_arm%C3%A9e_(Frankreich)" title="3e armée (Frankreich)">3.</a>, <a href="4e_arm%C3%A9e_(Frankreich)" title="4e armée (Frankreich)">4.</a>, <a href="5e_arm%C3%A9e_(Frankreich)" title="5e armée (Frankreich)">5.</a> und <a href="8e_arm%C3%A9e_(Frankreich)" title="8e armée (Frankreich)">8. Armee</a> mit schwerer Artillerie- und Panzerunterstützung passiv etwa 20 deutschen Infanteriedivisionen gegenüber.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die motorisierten Divisionen wurden überwiegend in der 1., 7. und 9. französischen Armee an der Grenze zu Belgien und <a href="Luxemburg" title="Luxemburg">Luxemburg</a> konzentriert. Am 16. Januar 1940 ordnete das französische Oberkommando, als Konsequenz aus der Niederlage Polens, die Schaffung von <a href="Panzerdivision" title="Panzerdivision">Panzerdivisionen</a> (DCR = <span lang="fr"><i>Division cuirassée</i></span>) an. Bis zum 10. Mai 1940 wurden davon dreieinhalb, von 1 bis 4 durchnummerierte Divisionen aufgestellt, wobei die vierte, unvollständige DCR vom späteren Staatsoberhaupt und damaligen <a href="Oberst" title="Oberst">Oberst</a> <a href="Charles_de_Gaulle" title="Charles de Gaulle">Charles de Gaulle</a> kommandiert wurde. Weiterhin wurden während des Winters eine „Leichte Division“ und sechs Infanteriedivisionen (DI) aufgestellt.<sup id="cite_ref-Raymond_Cartier_S.58_32-0" class="reference"><a href="#cite_note-Raymond_Cartier_S.58-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ab September 1939 trafen die ersten Einheiten des britischen Expeditionskorps in Frankreich ein. Im Dezember 1939 standen alle fünf aktiven Divisionen des Berufsheers in Frankreich.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Mai 1940 standen schließlich nach unterschiedlichen Quellen elf Divisionen mit insgesamt 394.195 Mann<sup id="cite_ref-Raymond_Cartier_S.58_32-1" class="reference"><a href="#cite_note-Raymond_Cartier_S.58-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bzw. 13 Infanterie- und eine unvollständige Panzerdivision<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> an der belgischen Grenze. Diese gliederten sich als Block zwischen der 1. und 9. französischen Armee ein, mit Ausnahme einer Infanteriedivision, welche der 3. französischen Armee zugeteilt war.
</p><p>Belgiens Heer umfasste anfänglich zwischen 20<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder 22,<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> später 23<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Divisionen. Ein Teil wurde zur Sicherung der Neutralität an der Grenze zu Frankreich aufgestellt, da die belgische Regierung befürchtete, präventiv durch französische Truppen besetzt zu werden.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach Bekanntwerden der deutschen Angriffspläne wurde die eine Hälfte gegen einen Angriff aus Holland und die andere Hälfte zur Sicherung der Ostgrenze aufgestellt. Das niederländische Heer bestand aus zehn<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Divisionen, welche an den Schlüsselstellungen des Landes konzentriert waren.
</p><p>Der alliierten Übermacht standen im September 1939 nur elf aktive deutsche Divisionen gegenüber.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Noch vor Beendigung des Feldzugs in Polen, wurden erste Truppen in Eisenbahnzügen und auf Autobahnen schnellstmöglich an den Rhein verlegt. Die Aufstellung von 35 Divisionen der dritten und vierten <a href="Aufstellungswelle" title="Aufstellungswelle">Aufstellungswelle</a> wurde mit Hochdruck betrieben. Nur die defensive Ausrichtung der alliierten Armeen und das zögerliche Verhalten der alliierten Generalstäbe verhinderten eine Katastrophe für das Deutsche Reich. Mitte Oktober standen schließlich 70 Divisionen an der Grenze.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Durch das aus strategischen Gründen am 3. März 1940 von Hitler auf den 9. April vorgezogene „Unternehmen Weserübung“ wurden viele reguläre Truppen und Spezialeinheiten nach <a href="D%C3%A4nemark" title="Dänemark">Dänemark</a> und <a href="Norwegen" title="Norwegen">Norwegen</a> befohlen. Am 10. April 1940 erreichte die Wehrmacht an der Westfront eine Stärke von 136 ½ Divisionen, was vom mit der Feindüberwachung beauftragten französischen Hauptmann Glain präzise ermittelt und dem ungläubig staunenden „Großen Hauptquartier“ in <a href="Schloss_Vincennes" title="Schloss Vincennes">Fort Vincennes</a> mitgeteilt wurde.<sup id="cite_ref-Raymond_Cartier_S.58_32-2" class="reference"><a href="#cite_note-Raymond_Cartier_S.58-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Davon waren zehn Panzer- und sechs motorisierte Infanteriedivisionen sowie eine motorisierte Kavalleriedivision und zwei motorisierte Divisionen der Waffen-SS.<sup id="cite_ref-John_Keegan_S.99_30-1" class="reference"><a href="#cite_note-John_Keegan_S.99-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Lage_im_Deutschen_Reich">Lage im Deutschen Reich</h4></div>
<p>Trotz des überraschend schnellen Sieges über Polen war die Stimmung angespannt und nervös. In den Städten nahe der französischen Grenze ging das Gerücht um, die Franzosen überschritten bereits den Rhein<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und Rückschläge wie die „<a href="Schlacht_an_der_Marne_(1914)" title="Schlacht an der Marne (1914)">Marneschlacht</a>“ nach Anfangserfolgen im Ersten Weltkrieg waren nicht vergessen. Erst nachdem klar wurde, dass Frankreich keine Offensive zur Entlastung Polens beginnen würde, entspannte sich die Lage etwas.
</p><p>Das Reich war nicht auf einen großen europäischen Krieg vorbereitet und stand deshalb vor erheblichen wirtschaftlichen und militärischen Problemen. Erschwerend kam hinzu, dass es mit Hitler einen äußerst ungeduldigen Oberkommandierenden hatte. Die <a href="Mobilmachung" title="Mobilmachung">Mobilmachung</a> wurde in fieberhafter Eile vorangetrieben, aber die Rüstungsproduktion konnte den Truppenaushebungen anfänglich nicht folgen. Die Munitionsvorräte von Heer und Luftwaffe waren erschöpft und die Produktion wurde gerade erst auf den Kriegsfall umgestellt und war noch nicht ausreichend effektiv. Die im Schnellverfahren aufgestellte Wehrmacht stand noch nicht sicher und entsetzte die in der <a href="Deutsches_Heer_(Deutsches_Kaiserreich)" title="Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)">Kaiserlichen Armee</a> groß gewordenen Generäle,<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> welche sogar einen Streik des OKH in Erwägung zogen.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> All diese Mankos wurden von der <a href="NS-Propaganda" class="mw-redirect" title="NS-Propaganda">NS-Propaganda</a> überdeckt, welche dem Volk vorgaukelte, der Führer habe alles im Griff und das Reich sei stark und gerüstet. Erst durch die witterungsbedingte Pause war es dem Reich möglich, sich zu organisieren und konzentriert anzugreifen.
</p><p>Während Heer und Luftwaffe nur defensiv agierten, wurde der <a href="Seekrieg" title="Seekrieg">Seekrieg</a> mit <a href="U-Boot" title="U-Boot">U-Booten</a> und der Verminung britischer Gewässer durch z. T. <a href="Seemine" title="Seemine">Magnetminen</a> vom ersten Tag an mit voller Heftigkeit betrieben. Die Beziehungen zu den <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">Vereinigten Staaten</a> wurden direkt zu Kriegsbeginn durch die der <a href="Prisenordnung" title="Prisenordnung">Prisenordnung</a> und dem <a href="V%C3%B6lkerrecht" title="Völkerrecht">Völkerrecht</a> widersprechende Versenkung der <i><a href="Athenia_(Schiff%2C_1923)" title="Athenia (Schiff, 1923)">Athenia</a></i> schwer belastet, bei der 28 amerikanische Staatsbürger ums Leben kamen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Lage_in_Frankreich">Lage in Frankreich</h4></div>
<p>Nach der Kriegserklärung an das Deutsche Reich herrschte in Frankreich eine beklemmende Stimmung aus Angst und Verwirrung. Die Augusttage zu Beginn des Ersten Weltkriegs waren noch nicht vergessen, so dass man in der Folge dankbar für die trügerische Ruhe war, in denen es nicht die großen Verluste der Jahre 1914–1918 gab.<sup id="cite_ref-Raymond_Cartier_S.35_45-0" class="reference"><a href="#cite_note-Raymond_Cartier_S.35-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die angebliche Uneinnehmbarkeit von „Westwall“ und „Maginot-Linie“ führte zu der Annahme, dass Offensiven an sich sinnlos seien und eine Lösung des Patts nur durch Wirtschaftsblockade und Propaganda zustande kommen könne. Gerüchte über Geheimverhandlungen machten die Runde und die Soldaten gingen davon aus, demobilisiert zu werden, ohne einen Schuss abgegeben zu haben.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dies und mangelnde Beschäftigung führten zu Langeweile, Faulheit und Verwahrlosung in der Truppe,<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> welcher die Armeeführung nicht energisch genug entgegentrat. Im Gegenteil hielten die Armeestäbe Luxusbankette ab, zu denen u. a. Pariser Meisterköche engagiert und Steinbutt aus <a href="Boulogne-sur-Mer" title="Boulogne-sur-Mer">Boulogne</a> herangeschafft wurden.<sup id="cite_ref-Raymond_Cartier_S.35_45-1" class="reference"><a href="#cite_note-Raymond_Cartier_S.35-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Trotz der Erfahrungen des Ersten Weltkriegs wurde die Mobilmachung in Frankreich nicht effizient geplant und vorbereitet. Sie verlief dementsprechend schleppend. Der Verwaltungsapparat arbeitete weiter wie im tiefsten Frieden. Die Militärverwaltung zog Spezialisten für die Waffenherstellung irrtümlich ein, die Fabriken mussten sie mühsam und gegen viele Widerstände wieder in die Fabriken zurückbringen lassen. Landarbeiter beschwerten sich, das „Kanonenfutter“ der Armee zu sein, und forderten Sonderkonditionen für die Aussaat. Es kam zu teils komischen, teils tragischen Vorfällen, welche die Rüstung behinderten, z. B. der Sabotage von 120 <a href="Panzerabwehrkanone" title="Panzerabwehrkanone">Panzerabwehrkanonen</a> (PaK) im Arsenal von <a href="Montlu%C3%A7on" title="Montluçon">Montluçon</a>.<sup id="cite_ref-Raymond_Cartier_S.75_48-0" class="reference"><a href="#cite_note-Raymond_Cartier_S.75-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Insgesamt mobilisierte Frankreich fünf Millionen Soldaten, was einem Achtel der Bevölkerung entsprach, einem von 4 Männern. Trotzdem waren dies ca. 415.000 Mann weniger als 1917, nach drei Jahren Krieg und 1,5 Millionen Toten und Verwundeten.<sup id="cite_ref-Raymond_Cartier_S.53_27-3" class="reference"><a href="#cite_note-Raymond_Cartier_S.53-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In dieser Situation stürzte das französische Parlament am 19. März 1940 den bisherigen Premierminister <a href="%C3%89douard_Daladier" title="Édouard Daladier">Édouard Daladier</a>. Seine „<a href="Appeasement-Politik" title="Appeasement-Politik">Appeasement-Politik</a>“ erschien als offensichtlich gescheitert und die Verweigerung von Hilfen für das von der <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a> angegriffene <a href="Finnland" title="Finnland">Finnland</a> (siehe <a href="Winterkrieg" title="Winterkrieg">Winterkrieg</a> 1939–1940) war der sprichwörtliche Tropfen, welcher das Fass zum Überlaufen brachte. Seine Nachfolge trat, nach einem extrem knappen Votum, <a href="Paul_Reynaud" title="Paul Reynaud">Paul Reynaud</a> an, welcher als Verfechter des „Kriegs auf Leben und Tod“ galt. Er hegte im Gegensatz zu seinem Vorgänger eine starke Abneigung gegen den Oberbefehlshaber <a href="Maurice_Gamelin" title="Maurice Gamelin">Maurice Gamelin</a>, was auf Gegenseitigkeit beruhte und zu ernsten politischen und militärischen Komplikationen führte.<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Lage_in_Großbritannien"><span id="Lage_in_Gro.C3.9Fbritannien"></span>Lage in Großbritannien</h4></div>
<p>Auch in <a href="London" title="London">London</a> war das Entsetzen über die gescheiterte „Appeasement-Politik“ groß und die Stimmung gedrückt. Auch wenn die Regierung zum Widerstand entschlossen war, herrschten in der Bevölkerung anfänglich Verwirrung und <a href="Def%C3%A4tismus" title="Defätismus">Defätismus</a> vor, was u. a. zu Streiks und Widerständen gegen kriegsbedingte Mehrarbeit und Einstellung von Frauen in der Rüstungsindustrie führte.<sup id="cite_ref-Raymond_Cartier_S.75_48-1" class="reference"><a href="#cite_note-Raymond_Cartier_S.75-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Rüstungsproduktion lief schleppend an und war, wie die gesamte Versorgung der Insel, von Importen aus Übersee abhängig, die der <a href="U-Boot-Krieg" title="U-Boot-Krieg">U-Boot-</a> und <a href="Handelskrieg" title="Handelskrieg">Handelskrieg</a> ständig gefährdete.
</p><p>Die Regierung mobilisierte die zur Verfügung stehenden Truppen des britischen Berufsheeres und ließ sie schnellstmöglich nach Frankreich verschiffen. Sie versetzte <a href="Royal_Navy" title="Royal Navy">Royal Navy</a> und RAF gemäß vorbereiteten Plänen in den Kriegszustand und ließ eine <a href="Seeblockade" title="Seeblockade">Seeblockade</a> errichten, um das Deutsche Reich von seinen westlichen Handelsrouten abzuschneiden. Weiterhin führte man in begrenztem Umfang Musterungen durch, die allerdings vorerst nur ledige junge Männer erfassten und etliche Ausnahmen gewährten. Schlussendlich mobilisierte die Regierung nur ein Vierzigstel der Bevölkerung.<sup id="cite_ref-Raymond_Cartier_S.58_32-3" class="reference"><a href="#cite_note-Raymond_Cartier_S.58-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 8. Mai 1940 stürzte die Opposition im <a href="Unterhaus" title="Unterhaus">Unterhaus</a> schließlich auch den britischen Vertreter der „alten Politik“ <a href="Neville_Chamberlain" title="Neville Chamberlain">Neville Chamberlain</a> in Folge der hitzigen <a href="Norwegendebatte" title="Norwegendebatte">Norwegendebatte</a>. Zu seinem Nachfolger wählte das Parlament <a href="Winston_Churchill" title="Winston Churchill">Winston Churchill</a>; dieser berief umgehend sein später legendär gewordenes <a href="Kriegskabinett" title="Kriegskabinett">Kriegskabinett</a> ein und appellierte z. B. in der „<a href="Blut-Schwei%C3%9F-und-Tr%C3%A4nen-Rede" class="mw-redirect" title="Blut-Schweiß-und-Tränen-Rede">Blut-Schweiß-und-Tränen-Rede</a>“ vom 13. Mai 1940 an den Zusammenhalt der Bevölkerung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Lage_in_der_Schweiz">Lage in der Schweiz</h4></div>
<p>Aufgrund der politischen Entwicklungen wurde am 30. August 1939 General <a href="Henri_Guisan" title="Henri Guisan">Henri Guisan</a> zum Oberbefehlshaber der Schweizer Armee gewählt. Nach dem deutschen Überfall auf Polen erfolgte am 1. September 1939 die allgemeine Kriegsmobilmachung. Durch den Überfall sah man sich zwar nicht unmittelbar bedroht, dennoch wollte man Folgen für die Schweiz im Falle einer Intervention Frankreichs zugunsten Polens nicht ausschließen. Zwei Szenarien standen dabei im Raum. Zum einen wurde befürchtet, Frankreich könnte seinen Bündnispartner Polen mittels einer Entlastungsoffensive über schweizerisches Territorium unterstützen. Zum anderen musste man bei einer Reaktion Deutschlands auf die Kriegserklärung Frankreichs mit einer Umgehung der Maginot-Linie durch die Wehrmacht im Raum Basel rechnen. Vor diesem Hintergrund wurden im Herbst 1939 zwei Arbeitsgruppen eingesetzt, um Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit dem Alliierten Hauptquartier bzw. mit dem Oberkommando der Wehrmacht (OKW) im Falle eines Angriffs auf die Schweiz zu erarbeiten.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 10. Mai 1940 begann im Westen mit dem Überfall Deutschlands auf die Beneluxstaaten der Feldzug gegen Frankreich. Einen Tag später erfolgte in der Schweiz die zweite Generalmobilmachung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Propaganda_im_Sitzkrieg">Propaganda im Sitzkrieg</h4></div>
<p>Auch wenn es an größeren militärischen Aktionen fehlte, entwickelte sich im Westen schon bald eine Propagandaschlacht. Es ging im Wesentlichen darum, einen Keil zwischen die politische Führung und die Bevölkerung oder die Verbündeten des jeweils feindlichen Lagers zu treiben. Die Waffen waren hier die Lautsprecher der Propagandakompanien und Flugblätter. Über den <a href="Sender_M%C3%BChlacker" title="Sender Mühlacker">Sender Mühlacker</a> sendete der Reichssender Stuttgart Berichte und Kommentare in französischer Sprache („Stuttgart vous parle“).<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Wirkung der deutschen Propaganda auf seine Landsleute beschreibt <a href="Jean-Paul_Sartre" title="Jean-Paul Sartre">Jean-Paul Sartre</a> in seinen ‚Les carnets de la drôle de guerre‘. Er musste feststellen, dass sich viele von ihnen für die deutsche Propaganda empfänglich zeigten und – trotz Kriegserklärung zur Untätigkeit verdammt – auch die Sinnhaftigkeit des Krieges zunehmend hinterfragten. Sartre war zu dieser Zeit Soldat eines in <a href="Marmoutier" title="Marmoutier">Marmoutier</a>, einem kleinen Ort rund 35 km nordwestlich von Straßburg, stationierten Wetterbeobachtungstrupps.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Weitere_Ereignisse">Weitere Ereignisse</h4></div>
<ul><li>Versenkung der <i><a href="Courageous_(Schiff)" title="Courageous (Schiff)">Courageous</a></i> am 17. September 1939 südwestlich von <a href="Irland" title="Irland">Irland</a> durch <i><a href="U_29_(U-Boot%2C_1936)" title="U 29 (U-Boot, 1936)">U 29</a></i> unter <a href="Kapit%C3%A4nleutnant" title="Kapitänleutnant">Kapitänleutnant</a> <a href="Otto_Schuhart" title="Otto Schuhart">Otto Schuhart</a></li>
<li>Versenkung der <i><a href="Royal_Oak_(Schiff%2C_1916)" title="Royal Oak (Schiff, 1916)">Royal Oak</a></i> am 14. Oktober 1939 in <a href="Scapa_Flow" title="Scapa Flow">Scapa Flow</a> durch <i><a href="U_47_(U-Boot%2C_1938)" title="U 47 (U-Boot, 1938)">U 47</a></i> unter Kapitänleutnant <a href="G%C3%BCnther_Prien" title="Günther Prien">Günther Prien</a></li>
<li><a href="Selbstversenkung" title="Selbstversenkung">Selbstversenkung</a> der <i><a href="Admiral_Graf_Spee" title="Admiral Graf Spee">Admiral Graf Spee</a></i> am 17. Dezember 1939 unter <a href="Kapit%C3%A4n" title="Kapitän">Kapitän</a> <a href="Hans_Langsdorff" title="Hans Langsdorff">Hans Langsdorff</a> in der Mündung des <a href="R%C3%ADo_de_la_Plata" title="Río de la Plata">Río de la Plata</a> vor <a href="Montevideo" title="Montevideo">Montevideo</a> in <a href="Uruguay" title="Uruguay">Uruguay</a></li>
<li>Sowjetischer Überfall auf Finnland, <a href="Winterkrieg" title="Winterkrieg">Winterkrieg</a> vom 30. November 1939 bis zum 13. März 1940</li>
<li><a href="Venlo-Zwischenfall" title="Venlo-Zwischenfall">Venlo-Zwischenfall</a> am 9. November 1939, bei dem britisch-niederländische Zusammenarbeit enttarnt wurde</li>
<li><a href="Mechelen-Zwischenfall" title="Mechelen-Zwischenfall">Mechelen-Zwischenfall</a> am 10. Januar 1940, durch den deutsche <a href="Westfeldzug" title="Westfeldzug">Westfeldzug</a>-Pläne in belgische Hände gerieten</li>
<li>Zusammenkunft von Adolf Hitler und <a href="Benito_Mussolini" title="Benito Mussolini">Benito Mussolini</a> am 18. März 1940 am <a href="Brennerpass" title="Brennerpass">Brenner</a></li>
<li><a href="Unternehmen_Weser%C3%BCbung" title="Unternehmen Weserübung">Unternehmen Weserübung</a>: deutscher Überfall auf Dänemark und Norwegen vom 9. April 1940 bis Mai 1940</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Folgen_und_Nachwirkungen">Folgen und Nachwirkungen</h2></div>
<p>Vom 1. September 1939 bis zum 9. Mai 1940 verlor die Wehrmacht auf dem westlichen Kriegsschauplatz fast 10.000 Soldaten, davon an die 5.000 Tote und Vermisste. Auf das Heer entfielen nur knapp 40 % der Gesamtverlustzahl.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Alfred_Jodl" title="Alfred Jodl">Alfred Jodl</a> sagte bei den <a href="N%C3%BCrnberger_Prozesse" title="Nürnberger Prozesse">Nürnberger Prozessen</a>: „Dass wir nicht bereits im Jahr 1939 gescheitert sind, war nur dem Umstand zu verdanken, dass während des <a href="%C3%9Cberfall_auf_Polen" title="Überfall auf Polen">Polenfeldzuges</a> die schätzungsweise 110 französischen und britischen Divisionen im Westen komplett inaktiv gegen die deutschen 23 Divisionen gehalten wurden.“<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Begriff Sitzkrieg wurde von der britischen Presse geprägt und als ironisches <a href="Antonym" title="Antonym">Antonym</a> von <i><a href="Blitzkrieg" title="Blitzkrieg">Blitzkrieg</a></i> gebraucht.<sup id="cite_ref-Dunstan-2012_55-0" class="reference"><a href="#cite_note-Dunstan-2012-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Daniels-2006_56-0" class="reference"><a href="#cite_note-Daniels-2006-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Whyte-2011_57-0" class="reference"><a href="#cite_note-Whyte-2011-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="NS-Propaganda" class="mw-redirect" title="NS-Propaganda">deutsche Propaganda</a> griff dies auf.<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Verwendung in jüngerer Zeit erfuhr der Begriff 1991 während des <a href="Zweiter_Golfkrieg" title="Zweiter Golfkrieg">Zweiten Golfkrieges</a>, als die alliierte Strategie zunächst vor allem auf einen massiven Luftschlag setzte, während die Fronten vor <a href="Kuwait" title="Kuwait">Kuwait</a> noch ruhten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Marc_Bloch" title="Marc Bloch">Marc Bloch</a>, <i>Podivná porážka : svědectví z roku 1940</i>, Argo, Prag, 2007, ISBN 978-80-7203-938-8.</li>
<li>Maude Williams, Bernard Wilkin: <i>French soldiers' morale in the Phoney War, 1939-1940.</i> Routledge, London 2019, ISBN 978-1-138-23274-7.</li>
<li>Stefan Sauer, <a href="Alexander_Jordan_(Historiker)" title="Alexander Jordan (Historiker)">Alexander Jordan</a>: <i>Ein Krieg à la Kafka – Der Sitzkrieg 1939/1940</i>. In: <i>Der Bote aus dem Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt</i> 53 (2023), S. 65–88, ISSN 1864-8762.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Phoney_War?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Sitzkrieg</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/kriegsverlauf/sitzkrieg/">Der Sitzkrieg</a> bei dhm.de</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Walther_Hofer" title="Walther Hofer">Walther Hofer</a>: <i>Die Entfesselung des zweiten Weltkrieges. Eine Studie über die internationalen Beziehungen im Sommer 1939</i>. Frankfurt am Main 1960, S. 172.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Jean Doise, Maurice Vaïsse: <i>Diplomatie et outil militaire 1871–1991.</i> Taschenbuchausgabe. Éditions du seuil, Paris 1991, S. 396 f und 416 f</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Thomas Sowell: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">Intellectuals and Society</cite>. <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>319</span> (englisch).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Sitzkrieg&rft.au=Thomas+Sowell&rft.btitle=Intellectuals+and+Society&rft.genre=book&rft.pages=319" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Für die Schweiz vgl. Stefan Sauer: »Die Schweiz 1939/1940 – Im Fadenkreuz der deutschen Abwehr«, in: Der Bote aus dem Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt, Nr. 53/2023, ISSN 1864-8762, S. 90 m. w. N.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Andreas_Dorpalen" title="Andreas Dorpalen">Andreas Dorpalen</a>: <i>German History in Marxist Perspective. The East German Approach</i>. London 1985, S. 436.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Zitiert nach: <a href="Hans-Walter_Herrmann" title="Hans-Walter Herrmann">Hans-Walter Herrmann</a>: <i>Saarbrücken unter der NS-Herrschaft.</i> In: Rolf Wittenbrock: <i>Geschichte der Stadt Saarbrücken, Bd. 2.</i> Saarbrücken 1999, S. 256.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. dazu Stefan Sauer/Wolfgang Steche: »Gesichter des Krieges – Auf den Schlachtfeldern Europas 1939-1945«, Rhein-Mosel-Verlag 2021, ISBN 978-3-89801-380-2, S. 53 m. w. N.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20110821145416/http://www.cheminsdememoire.gouv.fr/page/affichepage.php?idLang=de&idPage=87">C<i>hemins de memoire</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 21. August 2011 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><i><a href="Das_Deutsche_Reich_und_der_Zweite_Weltkrieg" title="Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg">Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg</a>.</i> Band 2. Stuttgart 1979, S. 272.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.cheminsdememoire.gouv.fr/fr/la-drole-de-guerre-39-40"><i>La drole de guerre 39-40</i></a>, auf cheminsdememoire.gouv.fr (französisch), abgerufen am 25. Juni 2020.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Sir Winston Churchill, Randolph S. Churchill: <i>Blood, Sweat and Tears.</i> Kessinger Publishing, 2005, S. 173.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Ausgabe <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20131219020006/http://www.monarchieforum.org/ARCHIV/WeisseBlaetter/DEZEMBER1939.pdf"><i>Dezember 1939</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 19. Dezember 2013 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>; PDF; 3,5 MB) der <a href="Wei%C3%9Fe_Bl%C3%A4tter" title="Weiße Blätter">Weißen Blätter</a>, S. 313, in <i>Das große Weltgeschehen. November 1939</i> am 7., 13. und 15.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 66.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 38 / <a href="John_Keegan" title="John Keegan">John Keegan</a> S. 86.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 37 / John Keegan S. 83.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 68 / John Keegan S. 86ff</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 59 / John Keegan S. 100.</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 32 / John Keegan S. 95.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">John Keegan S. 100.</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 63 / John Keegan S. 96 / Winston Churchill S. 227.</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">John Keegan S. 103.</span>
</li>
<li id="cite_note-Raymond_Cartier_S.94-22"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Raymond_Cartier_S.94_22-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Raymond_Cartier_S.94_22-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 94.</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 63.</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 64.</span>
</li>
<li id="cite_note-Raymond_Cartier_S.78-25"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Raymond_Cartier_S.78_25-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Raymond_Cartier_S.78_25-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 78.</span>
</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">John Keegan S. 94.</span>
</li>
<li id="cite_note-Raymond_Cartier_S.53-27"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Raymond_Cartier_S.53_27-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Raymond_Cartier_S.53_27-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Raymond_Cartier_S.53_27-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Raymond_Cartier_S.53_27-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 53.</span>
</li>
<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">John Keegan S. 98.</span>
</li>
<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text">John Keegan S. 98–99.</span>
</li>
<li id="cite_note-John_Keegan_S.99-30"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-John_Keegan_S.99_30-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-John_Keegan_S.99_30-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">John Keegan S. 99.</span>
</li>
<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 97.</span>
</li>
<li id="cite_note-Raymond_Cartier_S.58-32"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Raymond_Cartier_S.58_32-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Raymond_Cartier_S.58_32-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Raymond_Cartier_S.58_32-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Raymond_Cartier_S.58_32-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 58.</span>
</li>
<li id="cite_note-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-33">↑</a></span> <span class="reference-text">John Keegan S. 97.</span>
</li>
<li id="cite_note-34"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-34">↑</a></span> <span class="reference-text">John Keegan S. 97–98.</span>
</li>
<li id="cite_note-35"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-35">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 61.</span>
</li>
<li id="cite_note-36"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-36">↑</a></span> <span class="reference-text">John Keegan S. 96.</span>
</li>
<li id="cite_note-37"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-37">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 93.</span>
</li>
<li id="cite_note-38"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-38">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 65.</span>
</li>
<li id="cite_note-39"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-39">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 91 und John Keegan S. 103.</span>
</li>
<li id="cite_note-40"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-40">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 25–26.</span>
</li>
<li id="cite_note-41"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-41">↑</a></span> <span class="reference-text">Winston Churchill S. 223.</span>
</li>
<li id="cite_note-42"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-42">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 26.</span>
</li>
<li id="cite_note-43"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-43">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 22.</span>
</li>
<li id="cite_note-44"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-44">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 39.</span>
</li>
<li id="cite_note-Raymond_Cartier_S.35-45"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Raymond_Cartier_S.35_45-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Raymond_Cartier_S.35_45-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier, S. 35.</span>
</li>
<li id="cite_note-46"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-46">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier, S. 34.</span>
</li>
<li id="cite_note-47"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-47">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 34 / John Keegan S. 98,101–102 / Winston Churchill S. 226.</span>
</li>
<li id="cite_note-Raymond_Cartier_S.75-48"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Raymond_Cartier_S.75_48-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Raymond_Cartier_S.75_48-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 75.</span>
</li>
<li id="cite_note-49"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-49">↑</a></span> <span class="reference-text">Raymond Cartier S. 88.</span>
</li>
<li id="cite_note-50"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-50">↑</a></span> <span class="reference-text">Walter Schaufelberger: Mobilmachung 1939 aus militärhistorischer Sicht, in: Allgemeine Schweizerische Militärzeitschrift (ASMZ), Band 155/1989, S. 443; Henri Guisan: Bericht an die Bundesversammlung über den Aktivdienst 1939-1945, Bern 1946, S. 25 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.alexandria.ch/discovery/delivery/41BIG_INST:ALEX/12329539850001791">online</a>; abgerufen am 30. Juli 2023); dazu mit weiteren Nachweisen Stefan Sauer: »Die Schweiz 1939/1940 – Im Fadenkreuz der deutschen Abwehr«, in: Der Bote aus dem Wehrgeschichtli-chen Museum Rastatt, Nr. 53/2023, ISSN 1864-8762, S. 90.</span>
</li>
<li id="cite_note-51"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-51">↑</a></span> <span class="reference-text">Dazu mit weiteren Nachweisen: Sauer/Jordan: »Ein Krieg à la Kafka – Der Sitzkrieg 1939/1940«, S. 82ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-52"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-52">↑</a></span> <span class="reference-text">Jean-Paul Sartre: Tagebücher - Les carnets de la drôle de guerre, September 1939 - März 1940, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1996, ISBN 3-499-13292-3, Einträge v. 20.10.1939 und v. 20.02.1940, S. 152, 442; dazu mit weiteren Nachweisen: Sauer/Jordan: »Ein Krieg à la Kafka – Der Sitzkrieg 1939/1940«, S. 84/85.</span>
</li>
<li id="cite_note-53"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-53">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg</i>, Band 2, Stuttgart 1979, S. 307.</span>
</li>
<li id="cite_note-54"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-54">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.loc.gov/rr/frd/Military_Law/NT_major-war-criminals.html">IMT Vol XV S. 350</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-Dunstan-2012-55"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Dunstan-2012_55-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="book">Simon Dunstan: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">Fort Eben Emael: The key to Hitler's victory in the west</cite>. <a href="Osprey_Publishing" title="Osprey Publishing">Osprey Publishing</a>, 2012, ISBN 978-1-78200-692-3, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>33</span> (englisch, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.com/books?id=mli1CwAAQBAJ&pg=PA33">google.com</a>): <span class="lang" lang="en" dir="auto">“Accordingly, the Allies first devised Plan E whereby they would advance into Belgium as far as the Scheldt River, but after months of inactivity that the British press termed „sitzkrieg,“ a bolder Plan D emerged that called for an advance as far as the Dyle River, a few miles east of Brussels.”</span><span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Sitzkrieg&rft.au=Simon%26%2332%3BDunstan&rft.btitle=Fort+Eben+Emael%3A+The+key+to+Hitler%27s+victory+in+the+west&rft.date=2012-11-20&rft.genre=book&rft.isbn=9781782006923&rft.pages=33&rft.pub=Osprey+Publishing" style="display:none"> </span></span></span>
</li>
<li id="cite_note-Daniels-2006-56"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Daniels-2006_56-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="book">Patricia S. Daniels, Stephen Garrison Hyslop, Douglas Brinkley: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">National Geographic Almanac of World History</cite>. National Geographic Society, 2006, ISBN 978-0-7922-5911-4, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>297</span> (englisch, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.com/books?id=kib-GA4Ebw0C&pg=PA297">google.com</a> [abgerufen am 10. September 2015]): <span class="lang" lang="en" dir="auto">“The invasion of France brought France and Britain into the war. For more than six months, the two sides sat idle — the British press called it <i>Sitzkrieg</i> — as Germany sought to avoid war with Britain without ceding Poland. With war unavoidable, the Germans attacked France on May 10, 1940.”</span><span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Sitzkrieg&rft.au=Patricia+S.+Daniels%2C%26%2332%3BStephen+Garrison+Hyslop%2C+Douglas+Brinkley&rft.btitle=National+Geographic+Almanac+of+World+History&rft.date=2006&rft.genre=book&rft.isbn=9780792259114&rft.pages=297&rft.pub=National+Geographic+Society" style="display:none"> </span></span></span>
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<li id="cite_note-Whyte-2011-57"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Whyte-2011_57-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="book">Bert Whyte, Larry Hannant: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">Champagne and Meatballs: Adventures of a Canadian Communist</cite>. <a href="Athabasca_University" title="Athabasca University">Athabasca University</a> Press, Edmonton 2011, ISBN 978-1-926836-08-9, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>17</span> (englisch, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.com/books?id=yA35ykdrwesC&pg=PA17">google.com</a> [abgerufen am 10. September 2015]): <span class="lang" lang="en" dir="auto">“When, on September 1, 1939, Germany invaded Poland, which Britain had pledged to defend, Britain declared war. But it did nothing to help Poland; for eight months, the conflict remained strictly the „Phoney War.“ In May 1940, in what the British press had taken to calling the „sitzkrieg“ became a German blitzkrieg throughout Western Europe, Hitler-colluder-with-Chamberlain was replaced by Hitler-antagonist-of-Winston Churchill.”</span><span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Sitzkrieg&rft.au=Bert+Whyte%2C%26%2332%3BLarry+Hannant&rft.btitle=Champagne+and+Meatballs%3A+Adventures+of+a+Canadian+Communist&rft.date=2011&rft.genre=book&rft.isbn=9781926836089&rft.pages=17&rft.place=Edmonton&rft.pub=Athabasca+University+Press" style="display:none"> </span></span></span>
</li>
<li id="cite_note-58"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-58">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?apm=0&aid=krz&datum=19410809&seite=2&query=%22Deutscher+Blitzkrieg+gegen+englischen+Sitzkrieg%22"><i>Deutscher Blitzkrieg gegen englischen Sitzkrieg.</i></a> In: <i>Wiener Kronen-Zeitung</i>, 9. August 1941, S. 2 (online bei <a href="ANNO_%E2%80%93_AustriaN_Newspapers_Online" title="ANNO – AustriaN Newspapers Online">ANNO</a>).<span style="display:none">Vorlage:ANNO/Wartung/krz</span></span>
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</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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